Wirtschaft

Überblick Einkaufsvariante inzwischen auch in Baden-Württemberg erlaubt / In Bayern muss FFP2-Maske getragen werden

Andere Bundesländer, andere Regeln

Rhein-Neckar.Daheim auf dem Sofa online gemütlich durch das Angebot des Buchhändlers um die Ecke stöbern, die gewünschten Titel kaufen und kurze Zeit später die Ware im Geschäft entgegennehmen. So funktioniert Click & Collect. „Click“ bedeutet, dass im Internet mit wenigen Mausklicks bestellt wird, die Produkte aber vor Ort abgeholt werden („collect“). Ganz neu ist das Prinzip nicht, seit die meisten Geschäfte geschlossen haben müssen, kommt ihm aber eine neue Bedeutung zu.

Da der Infektionsschutz Ländersache ist, müssen Käufer und Verkäufer je nach Bundesland unterschiedliche Vorgaben beachten. In Baden-Württemberg und Bayern ist Click & Collect erst seit dem 10. Januar wieder erlaubt, in Hessen und Rheinland-Pfalz bestand das Abhol-angebot durchgängig.

Ein Überblick über die verschiedenen Regelungen:

Baden-Württemberg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte sich Mitte Dezember zu Beginn des zweiten harten Lockdowns gegen Click & Collect ausgesprochen. Das Verbot begründete die Landesregierung damit, dass im Weihnachtsgeschäft lange Warteschlangen und damit Infektionsherde drohen würden. Mit Beschluss vom 8. Januar hat das grün-schwarze Kabinett die Corona-Verordnung geändert.

Nun dürfen geschlossene Einzelhandelsbetriebe Waren zur Abholung anbieten. Es gelten aber klare Regeln: Hygiene-Konzepte vor Ort müssen eingehalten und Warteschlangen verhindert werden. Für die Abholung müssen Händler und Kunden einen festen Zeitpunkt ausmachen.

Hessen

In der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung des Landes steht, „das Anbieten von Abhol- und Lieferdiensten ist den für den Publikumsverkehr geschlossenen Verkaufsstätten ausdrücklich erlaubt“.

Des Weiteren heißt es dort, dass Bestellungen per Mail, am Telefon oder über ein Onlineangebot aufgenommen werden können.

Rheinland-Pfalz

Auf der Internetseite der rheinland-pfälzischen Landesregierung ist aufgelistet, was unter den geltenden Corona-Regeln noch erlaubt ist. Unter dem Punkt „Geschäfte/Gewerbliche Einrichtungen“ steht, dass „geschlossene gewerbliche Einrichtungen Abhol-, Liefer- und Bringdienste anbieten“ können.

Bayern

Auch die bayerische Staatsregierung wollte verhindern, dass sich vor Weihnachten Menschenmassen vor Geschäften ansammeln. Das Click-&-Collect-Verbot ist aber seit dieser Woche aufgehoben. Zum Abholen muss ein Zeitfenster vereinbart werden, Händler sowie Kunde sind verpflichtet, eine FFP2-Maske zu tragen. Diese muss im Laden und davor getragen werden. Weitere Voraussetzung: Die Geschäfte müssen für die Abholung ein Extra-Hygienekonzept auf die Beine stellen.

Zum Thema