Wirtschaft

Südwestmetall Verband lehnt geplante Gesetzesvorhaben ab

Appell für Entlastung

Archivartikel

Mannheim.Weil die Konjunktur durch die Corona-Krise massiv eingebrochen ist, fordern die Metallarbeitgeber in der Region Rhein-Neckar-Odenwald die Bundesregierung auf, alle noch geplanten Gesetzesprojekte aufzugeben, die die Wirtschaft belasten würden. „Wir brauchen jetzt dringend ein Belastungsmoratorium für unsere Unternehmen“, sagte Peter Körner, Vorsitzender der Bezirksgruppe Rhein-Neckar-Odenwald des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, laut Mitteilung. „Alle noch geplanten bürokratischen und regulatorischen Einengungen der Wirtschaft müssen jetzt gestrichen werden.“

Es dürfe insbesondere keine weiteren Einschränkungen von flexiblen Beschäftigungsmöglichkeiten geben, sagte Körner: „So muss die Bundesregierung unbedingt von ihrem schädlichen Plan ablassen, die Möglichkeit von sachgrundlosen Befristungen massiv einzuschränken.“ Dies erschwere Neueinstellungen insbesondere in der derzeitigen unsicheren Wirtschaftslage stark.

Gegen Homeoffice-Anspruch

Auch der von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) verfolgte Plan eines gesetzlichen Anspruchs auf Homeoffice dürfe nicht kommen, ergänzte Arnd Suck, Geschäftsführer der Bezirksgruppe. „Schon heute wird mobiles Arbeiten dort eingesetzt, wo es möglich und sinnvoll ist.“ Dafür brauche es keinen gesetzlichen Zwang. Beim Einsatz von Heimarbeit müssten stets auch betriebliche Belange eine zentrale Rolle spielen. Denn wenn zu viele Arbeitnehmer oder gar komplette Teams gleichzeitig von zuhause aus arbeiteten, würden Absprachen und Brainstormings erschwert, „die hochgelobte ‚informelle Kommunikation‘ bliebe auf der Strecke“. jung

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