Wirtschaft

Pigmentgeschäft-Verkauf Gewerkschaft stellt Forderungen

Arbeitnehmer pochen auf Garantien der BASF

Ludwigshafen.Jetzt schlagen die Arbeitnehmervertreter Alarm: Die Gewerkschaft IG BCE und der Betriebsrat der BASF Colors & Effects fürchten, dass die 900 Beschäftigten des Pigmentgeschäfts am Standort Ludwigshafen das Nachsehen haben könnten. Hintergrund: Der Chemiekonzern BASF sucht einen Käufer für sein globales Pigmentgeschäft, das bereits vor rund zwei Jahren ausgegliedert wurde.

„Wir verlangen Sicherheit für die Arbeitsplätze und die Einkommen. Dazu gehört auch die Anwendung des Flächentarifvertrags Chemie nach dem Verkauf“, sagte gestern IG BCE-Bezirksleiter Gunther Kollmuß laut Pressemitteilung. Die Arbeitnehmervertreter sprechen von einem „riesigen Vertrauensverlust“, den der Vorstand bei den Beschäftigten mit seinen Verkaufsplänen ausgelöst habe.

Der Mitteilung zufolge haben der Betriebsrat und die Chemie-Gewerkschaft mittlerweile einen Forderungskatalog aufgestellt. Die Arbeitnehmervertreter wünschen sich demnach einen strategischen Investor. Dieses Unternehmen müsse außerdem im Arbeitgeberverband Chemie bleiben.

Weitere Punkte: Garantien zur Sicherung der Arbeitsverhältnisse, der Arbeitsbedingungen und des Einkommensniveaus aller Beschäftigten. Außerdem soll es eine Art Zukunftsvertrag geben, der den Standort und auch die Investitionen sichern soll. Ferner soll die betriebliche Altersversorgung fortgeschrieben werden, Aus- und Weiterbildung müssten weiterlaufen. Ebenso die Ansprüche am Aktienprogramm.

Konzern sucht „gute Lösung“

Die BASF teilte auf Anfrage mit, dass das Unternehmen zuversichtlich sei, „eine gute Lösung“ für das Geschäft und „seine Mitarbeiter“ zu finden. Der Konzern suche einen neuen Inhaber, der langfristig investieren wolle. Der Austausch mit den Arbeitnehmervertretern sei eng, hieß es.