Wirtschaft

Arbeitslosigkeit geht weiter zurück

Archivartikel

Die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg sinkt weiter. Zum Ende des Monats waren genau 188 657 Menschen ohne Job, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Das ist der niedrigste Wert in einem April seit dem Jahr 1993. Im Vergleich zum März ging die Zahl um gut 4400 oder 2,3 Prozent zurück, im Vergleich zum April 2018 war es ein Rückgang um knapp 8200 oder 4,2 Prozent.

Auf die Arbeitslosenquote hatte der vergleichsweise leichte Rückgang keinen Einfluss. Sie lag wie im März bei 3,1 Prozent. "Auch in diesem Jahr nimmt die Frühjahrsbelebung alle Personengruppen mit", sagte der Chef der Regionaldirektion, Christian Rauch. Der Arbeitsmarkt im Südwesten sei weiterhin in einer guten Verfassung.

Erneut liegt auch die Zahl der von den Unternehmen gemeldeten Arbeitsplätze, die sie besetzen wollen, über der des Vorjahres. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen hingegen nahm im Vorjahresvergleich erstmals seit einiger Zeit wieder ab.

"Da die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften ungebrochen ist, sollte es im Interesse der Betriebe sein, die Ausbildungsbereitschaft junger Menschen zu erhalten und die Fachkräftelücke in Engpassberufen nicht größer werden zu lassen", sagte Rauch und appellierte an die Betriebe, sich durch Besetzungsschwierigkeiten nicht entmutigen zu lassen. Stattdessen sollten sie neue Potenziale wie Umschüler oder auch eine Teilzeitausbildung in Betracht ziehen.

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sagte, es gehe trotz konjunktureller Eintrübungen mit dem Arbeitsmarkt weiter bergauf. Darauf dürfe man sich jetzt vor allem angesichts der Herausforderungen der Digitalisierung nicht ausruhen. Niemand solle glauben, dass der Arbeitsmarkt weiter so unbeeindruckt bleibe, warnte auch der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Baden-Württemberg, Peer-Michael Dick. Er rief die Politik auf, nichts zu unternehmen, das die Sozialausgaben in die Höhe treiben könnte. (dpa)