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Arznei-Lieferengpässe nehmen zu - Phoenix steuert dagegen

Mannheim.Ibuprofen, Schilddrüsenmittel oder Blutdrucksenker - eine stockende Versorgung bei gängigen Medikamenten wird für Apotheken und Patienten zu einem immer größeren Problem. Der pharmazeutische Großhändler Phoenix mit Sitz in Mannheim sieht für die Knappheit eine Vielzahl an Gründen: „Seit einigen Jahren ist eine Verlagerung der Produktion pharmazeutischer Wirkstoffe in außereuropäische Länder bei gleichzeitiger Konzentration auf wenige Produktionsstätten zu beobachten. Treten dort Schwierigkeiten auf, kann der weltweit wachsende Bedarf nicht bedient werden“, teilt ein Sprecher auf Anfrage mit. Lieferengpässe würden die komplette Arzneimittellieferkette durcheinander bringen.

„Pharmazeutische Großhändler haben durch Lieferengpässe und -ausfälle einen erheblichen Mehraufwand. Bei sogenannten defekten Artikeln werden beispielsweise die Lagerorte je nach Verfügbarkeit und Nachfrage permanent angepasst, um Zeitverluste bei der Belieferung zu vermeiden.“ Bundesweit agierende pharmazeutische Großhändler, wie auch Phoenix, versuchen gegenzusteuern und vermeiden durch Verbundlieferungen zwischen ihren Niederlassungen regional auftretende Lieferengpässe. „Unabdingbar ist, dass pharmazeutische Unternehmer ihre Kunden, das heißt auch den pharmazeutischen Großhandel, besser über drohende und existierende Lieferengpässe oder -ausfälle informieren, damit dieser frühzeitig reagieren und die Apotheken aufklären kann“, so der Sprecher weiter.

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