Wirtschaft

Industrie Rückgang noch stärker als befürchtet

Aufträge brechen ein

Archivartikel

Wiesbaden.Das Neugeschäft der deutschen Industrie ist in der Corona-Krise so stark eingebrochen wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe fiel im März saisonbereinigt um 15,6 Prozent gegenüber dem Vormonat Februar, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Dies sei der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1991. Der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe fiel laut vorläufiger Zahlen um 11,5 Prozent zum Februar.

Der Einbruch der Industrie-Aufträge zog sich demnach durch alle Regionen. Während die Order aus Deutschland um 14,8 Prozent fielen, sanken die Auslandsaufträge um gut 16 Prozent. Beim Neugeschäft in der Eurozone stand gar ein Rückgang von fast 18 Prozent. „Der Rückgang ist epochal und lässt nichts Gutes erahnen“, erklärte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. „Selbst während der Finanzmarktkrise brachen die Bestellungen nicht so stark ein.“ Die Industrie-Aufträge im März fielen noch stärker als von Analysten befürchtet: Sie hatten im Schnitt ein Minus von 10 Prozent erwartet. dpa

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