Wirtschaft

Augen auf bei Vergleichen

Vergleichsportale im Internet sind eine praktische Erfindung. Ohne sie müssten Verbraucher viel Mühe und Zeit investieren, um alle Anbieter mit ihren Konditionen zu finden und gegenüberzustellen. Zu einfach dürfen es sich Nutzer aber nicht machen, denn die kostenlosen Portale sind nicht immer so transparent, wie es zu wünschen wäre.

Das Angebot, das in der Tabelle ganz oben angezeigt wird, ist das beste – sollte man denken. Stiftung Warentest zeigt anhand des Beispiels Verivox, dass das aber nicht immer der Fall sein muss. Studiert der Nutzer die nachfolgenden Suchergebnisse, findet er womöglich noch bessere Angebote. Vergleichsportale verdienen in der Regel Geld über Provisionen, die sie von Anbietern erhalten, wenn über ihre Webseite ein Vertrag abgeschlossen wird. Laut Bundeskartellamt kann dieses Modell Einfluss auf die Darstellung der Ergebnisse oder die Sucheinstellungen haben.

Natürlich könnte die Politik für mehr Transparenz sorgen. Hilfreich wäre es aber schon, wenn jeder Nutzer seine Ergebnisse hinterfragen, die eingestellten Suchkriterien überprüfen und mehrere Vergleichsportale nutzen würde. Der Verbraucher darf dort nicht alles glauben, was sich auf den ersten Blick darbietet.

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