Wirtschaft

Neubaustrecke Vorerst keine einheitliche Planung

Bahn fertigt Mannheim ab

Mannheim.Entgegen den Forderungen der Region will die Deutsche Bahn die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim und den sogenannten Knoten Mannheim nicht als einen gemeinsamen Planungsraum betrachten. Man werde die Einbindung der Strecke in Mannheim-Waldhof technisch aber so konzipieren, dass weiterhin alle Streckenführungen durch den Knoten Mannheim möglich sind, versprach ein Bahn-Vertreter während der gestrigen Sitzung des Beteiligungsforums für das Milliardenprojekt. Zuvor hatte der Planungssausschuss im Verband Region Rhein-Neckar darauf gepocht, dass beide Projekte untrennbar zusammengehörten. Befürchtet werden Vorfestlegungen, die dann unumkehrbar wären. Dem widersprach die Bahn gestern: Die Planungen im Raum Lorsch-Mannheim könnten – falls notwendig – auch in den kommenden Jahren weiterhin angepasst werden.

Bahn und Bund sehen die zweigleisige Neubaustrecke und die zahlreichen Einzelmaßnahmen am Knoten Mannheim als unterschiedliche, zeitlich nachgelagerte Projekte. Die unsichtbare Grenze verläuft in Höhe des Mannheimer Stadtteils Waldhof.

Erste Ergebnisse bis Herbst

Darüber hinaus stellte die Bahn gestern im Beteiligungsforums die Methodik und Kriterien für den anstehenden Vergleich der drei verbliebenen Varianten für den Trassenverlauf südlich von Lorsch vor. Dieser solle in einem mehrstufigen Verfahren erfolgen und bis zum Herbst erste Ergebnisse bringen. Spätestens dann soll es einen Projektbeirat mit Vertretern der Region geben, der verbindliche Entscheidungen fällen kann. Die Bahn sagte gestern fachliche Hilfe zu.

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