Wirtschaft

Sanktionen USA wollen Russland-Kontakte abstrafen

BASF prüft Folgen

Ludwigshafen.Nach dem neuen Gesetz der USA zu Sanktionen gegen Russland könnten auch der BASF Strafen drohen. Das meldete zuerst die Rheinpfalz am Samstagmorgen. "Wir prüfen derzeit mögliche Auswirkungen auf unser Geschäft", teilte ein Sprecher gestern auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Das Gesetz, das US-Präsident Donald Trump vor zwei Wochen unterzeichnet hat, sieht Strafen gegen Unternehmen vor, die an der geplanten zweiten Erdgaspipeline ("Nord Stream 2") von Russland durch die Ostsee nach Deutschland, beteiligt sind.

Über ihre Tochterfirma Wintershall trägt die BASF an dem Projekt einen Finanzierungsanteil von knapp einer Milliarde Euro. Seit 1990 arbeitet der Ludwigshafener Chemiekonzern mit dem russischen Gasriesen Gazprom zusammen. An der 2011 in Betrieb genommenen Pipeline "Nord Stream 1" ist die BASF mit einem Anteil 15,5 Prozent beteiligt. afs/jwd