Wirtschaft

Agrar Konzern setzt auf digitale Werkzeuge, um CO-Fußabdruck auf dem Acker zu reduzieren

BASF-Ziele für nachhaltige Landwirtschaft

Archivartikel

Limburgerhof.Die BASF will in ihrer Pflanzenschutz- und Saatgut-Sparte nachhaltiger werden und hat sich konkrete Ziele bis 2030 gesetzt: So will der Chemiekonzern Landwirte dabei unterstützen, ihre CO2-Emissionen pro Tonne Ernteertrag um 30 Prozent zu reduzieren. Außerdem soll der Unternehmensbereich Agricultural Solutions jährlich den Umsatzanteil von Lösungen mit einem besonderen Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette um sieben Prozent steigern. Zusätzlich plant BASF, digitale Technologien auf mehr als 400 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Fläche einzusetzen. Das soll Landwirten helfen, effizienter zu arbeiten und den Kohlendioxid-Fußabdruck zu verringern.

Klimaresistente Züchtungen

So hat das Unternehmen ein digitales Werkzeug entwickelt, um zum Beispiel Pflanzenschutzmittel gezielter einzusetzen. Außerdem setzt BASF auf neue Züchtungen: Hybride Weizensorten etwa seien klimaresistenter und ertragreicher.

Mit diesen Plänen reagiert die BASF auch auf die neue „Vom Hof auf den Tisch“-Strategie der EU für die Landwirtschaft. Die Europäische Kommission will verstärkt Pestizide bekämpfen, den Landschafts- und Meeresschutz ausbauen sowie die bedrohten Arten vor dem Aussterben bewahren. Eine EU-Vorgabe ist, chemische Pestizide bis 2030 zu halbieren. Zudem soll der ökologische Landbau bis 2030 auf ein Viertel der gesamten landwirtschaftlichen Fläche ausgeweitet werden. „Die Ziele der EU sind sehr ehrgeizig“, sagte Livio Tedeschi, der bei Agricultural Solutions für Europa verantwortlich ist. Aber BASF wolle die Transformation mitgestalten und nicht bekämpfen.

Zum Thema