Wirtschaft

Hauptversammlung Kritik von Anlagegesellschaft

„Baustelle Telekom“

Bonn.Telekom-Chef Timotheus Höttges hat angesichts einer milliardenscheren Übernahme bei der Konkurrenz das eigene Engagement beim Glasfaserausbau vor den Aktionären verteidigt. „Unsere Kritiker nehmen ständig das Wort Kupfer in den Mund, um uns zu diskreditieren“, sagte Höttges gestern auf der Hauptversammlung in Bonn. „Aber wir investieren längst ausschließlich in Glasfaser.“ Höttges räumte ein, dass der Glasfaserausbau der Telekom in der Regel nur bis an die Verteilerkästen an den Straßen reiche, während auf der sogenannten letzten Meile die Daten über Kupferkabel in die Haushalte fließen.

Fondsmanager Ingo Speich von der Anlagegesellschaft Union Investment äußerte auf der Hauptversammlung auch allgemeine Kritik am Konzern. „Die Telekom ist derzeit eine Großbaustelle“, sagte er. Er verwies auf Milliardenabschreibungen bei der Großkundentochter T-Systems und auf den Rückgang beim Aktienkurs.