Wirtschaft

Agrarchemie Unternehmen rechnet mit weiteren Klagen

Bayer wehrt sich

Archivartikel

Leverkusen.Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer muss sich nach der Übernahme von Monsanto in den USA mit rund 8700 Klagen wegen möglicher Erkrankungen durch das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat auseinandersetzen. „Mit weiteren Klagen ist zu rechnen“, teilte das Leverkusener Unternehmen in seinem gestern veröffentlichten Quartalsbericht mit. Der Konzern kündigte an, er werde sich „in all diesen Verfahren entschieden zur Wehr setzen“. Bayer verwies auf mehr als 800 wissenschaftliche Studien, die bestätigt hätten, dass Glyphosat nicht krebserregend sei.

Im August hatte ein Geschworenengericht in San Francisco einem unheilbar an Krebs erkrankten Mann Schadenersatz in Höhe von umgerechnet 249 Millionen Euro zugesprochen. Bayer hat bereits Widerspruch dagegen angekündigt.

Für 2018 erwartet der Konzern durch die Monsanto-Übernahme einen Wachstumsschub. Das Dax-Unternehmen peilt nun einen Umsatz von mehr als 39 Milliarden Euro an – vor der Übernahme wurde mit weniger als 35 Milliarden kalkuliert. lm zweiten Quartal stieg der Bayer-Umsatz um 8,8 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro. Der Konzern verdiente 799 Millionen Euro – rund ein Drittel weniger als vor einem Jahr.