Wirtschaft

Energie Ökostrom-Geschäft soll klassischen Agrarhandel ablösen

BayWa baut auf Wind

München.Für Deutschlands größten Agrarhandelskonzern BayWa wird das Geschäft mit Wind und Sonne immer wichtiger: In diesem Jahr will das Unternehmen den Verkauf von Ökostrom-Anlagen stark ausbauen, wie Vorstandschef Klaus Lutz am Donnerstag sagte. Im vergangenen Jahr plante, baute und verkaufte die BayWa Windräder und Solaranlagen mit einer Leistung von 450 Megawatt, dieses Jahr sind 660 Megawatt das Ziel, hauptsächlich in den USA und Europa, aber auch in Australien und Malaysia.

In diesem Jahr erwarte BayWa eine „deutliche und erhebliche Ergebnissteigerung“, sagte Lutz. „Energie wird die treibende Kraft sein.“ Um in diesem Bereich expandieren zu können, sucht die Baywa einen Investor, der für eine halbe Milliarde Euro Anteile an der Ökostrom-Tochter BayWa r.e. kauft.

Der Agrarhandel verliert für BayWa allmählich an Bedeutung, ist aber immer noch größtes Geschäftsfeld. Im ersten Halbjahr stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr von 8,3 auf 8,4 Milliarden Euro. Davon steuerte der Agrarhandel knapp 5,7 Milliarden bei. Das Geschäft mit erneuerbaren Energien ist mit knapp 700 Millionen Euro Umsatz immer noch eher klein, wächst aber sehr schnell. dpa

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