Wirtschaft

Agrar Konzern profitiert unter anderem von besserer Apfelernte

Baywa sieht sich auf Kurs

Archivartikel

München.Europas größer Agrarhandelskonzern Baywa hat seinen Sojahandel in die Gewinnzone gebracht, den Bauern mehr Landmaschinen verkauft und damit Umsatz und Betriebsgewinn im vergangenen Jahr leicht gesteigert. Für das laufende Jahr zeigte sich Vorstandschef Klaus Josef Lutz in München deutlich optimistischer: Die Apfelernte in Neuseeland dürfte größer und auch qualitativ besser ausfallen, der profitablere Handel mit Spezialitäten wie Avocados oder Braugerste wachse, und die Bauern investierten weiter.

Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 16 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis (Ebit) sogar um 18 Prozent auf 171 Millionen Euro. Der Löwenanteil beim Ergebniszuwachs stammt allerdings aus dem Verkauf der Firmenzentrale. Für das laufende Jahr versprach Lutz den Aktionären auch ohne solche Sondereffekte ein mindestens gleich hohes Ergebnis.

„Die Baywa wird vom Großhändler immer mehr zum Projektentwickler und -manager“, sagte Lutz. Mit dem Kraftstoff- und Heizölhandel und dem Bau von Wind- und Solaranlagen macht sie ein Fünftel ihres Geschäfts. In den Vereinigten Arabischen Emiraten baut sie gerade Gewächshäuser, in denen 5000 Tonnen Tomaten jährlich geerntet werden sollen. dpa