Wirtschaft

Karstadt Kaufhof Gericht lehnt Anträge aus Mannheim ab

Betriebsrat endgültig abgeblitzt

Archivartikel

Essen/Mannheim.Der Mannheimer Kaufhof-Betriebsrat ist mit seinen Anträgen jetzt auch vor dem Essener Arbeitsgericht gescheitert. Die Anträge stehen im Zusammenhang mit der Ende Oktober geplanten Schließung der Mannheimer Filiale von Galeria Karstadt Kaufhof im Quadrat N 7. Zuvor war der Betriebsrat auch vor dem Mannheimer Arbeitsgericht abgeblitzt.

Die Mannheimer Arbeitnehmervertreter wollten unter anderem erreichen, dass vor dem Aussprechen betriebsbedingter Kündigungen mit ihnen direkt über einen Interessenausgleich für die Beschäftigten verhandelt werden muss. Sie kritisierten, dass zwar der Gesamtbetriebsrat, nicht aber die eigentliche Mitarbeitervertretung der N7-Belegschaft in die Verhandlungen eingebunden war. Außerdem forderte der Betriebsrat Informationen, weshalb die Mannheimer Filiale überhaupt geschlossen werden soll.

Wie eine Sprecherin des Essener Gerichts mitteilte, wurden beide Anträge abgelehnt. „Die Kammer hat die Zuständigkeit für dieses Mitbestimmungsrecht beim Gesamtbetriebsrat gesehen, so dass dem einzelnen Betriebsrat keine Rechte auf Information und Verhandlung zustehen“, sagte die Sprecherin.

Weil der Konzern geltend gemacht hatte, dass der Streit den Gesamtbetriebsrat betreffe, war das Verfahren schließlich am Unternehmenssitz und damit beim Arbeitsgericht in Essen gelandet. Unabhängig davon haben die meisten der 75 Beschäftigte von Mannheims N7-Filiale bereits vor Wochen ihre Kündigungsschreiben bekommen. be

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