Wirtschaft

Betriebsrat: Keine Standortvereinbarung mehr bei Caterpillar Mannheim

Der Konzern Caterpillar verweigert nach Angaben von Betriebsrat und Gewerkschaft eine Verlängerung der Standortvereinbarung für Mannheim.

Von einem „Schlag ins Gesicht“ für die Belegschaft spricht die Gewerkschaft IG Metall. Man habe Krisen gemeinsam durchgestanden und die Anerkennung bleibe den Mitarbeitern verwehrt, sagte Thomas Hahl, stellvertretender Chef der IG Metall Mannheim.

Es werde weiter mit aller Kraft für die Verlängerung der zum Jahresende auslaufenden Vereinbarung gekämpft, betonte der Betriebsratsvorsitzende Michael Klatt am Morgen in einer Ansprache an die Mitarbeiter. Diese müssten sich keinen Vorwurf machen und hätten stets ihr Bestes gegeben.

Der Mannheimer Caterpillar-Betriebsrat wolle durchaus aktiv mitarbeiten, bekräftigt dessen Vorsitzender Michael Klatt. „Doch die Arbeitgeberseite hat nicht überzeugt. Es wird eine Chance vertan, eine Art der Anerkennung für die Mitarbeiter zu zeigen.“ Stattdessen werde der Blick nur auf den Gewinn pro Aktie gerichtet, vorbei an der Belegschaft.

„Es wird immer deutlicher, dass das Unternehmen nur noch von den USA geleitet wird. Von ständig wechselnden Managern. Und bei denen gibt es Null soziale Bindung zu den Standorten“, betont Klatt.

In Mannheim stellt das Unternehmen Caterpillar Energy Solutions Teile für Gas-Aggregate her, die unter anderem in Blockheizkraftwerken und in Biogasanlagen Wärme und Strom erzeugen. Der Standort an der Carl-Benz-Straße geht auf das Unternehmen MWM zurück, das auf eine lange Tradition der Produktion in Mannheim zurückblickt.

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