Wirtschaft

Automobil PSA-Chef will Pläne für deutsche Werke vorlegen

Bewegung im Opel-Streit

Archivartikel

Rueil-Malmaison.In den festgefahrenen Sanierungsverhandlungen für die deutschen Opel-Werke signalisiert PSA-Chef Carlos Tavares Bewegung. Die bereits fertigen Zukunftspläne für die drei deutschen Standorte Eisenach, Rüsselsheim und Kaiserslautern sollten mit dem Betriebsrat diskutiert werden, sagte Tavares deutschen Medienvertretern in Rueil-Malmaison bei Paris. „Wir sind dafür bereit.“ Auf Nachfrage bestätigte er, dass es keine Vorbedingung dafür gebe. In den Plänen gehe es unter anderem um geplante Automodelle, Kapazitäten, Investitionen und die geforderte „Performance“ (Leistung) der Werke. Er sei auch bereit, der IG Metall Kostenstrukturen vergleichbarer PSA-Werke vorzulegen, kündigte Tavares an.

Zwischen Management und Gewerkschaften gibt es bisher kräftig Streit um die Zukunft des Sanierungsfalls Opel in Deutschland. Betroffen sind 18 000 Beschäftigte. Die IG Metall hatte dem Konzern Erpressung vorgeworfen. Von Arbeitnehmerseite war in den Verhandlungen kritisiert worden, dass ein Zukunftsplan mit festen Zusagen zu Beschäftigtenquoten und Produktplatzierungen in den einzelnen Werken nicht vorliege.

Der französische PSA-Konzern, zu dem auch die Marken Peugeot, Citroën und DS gehören, hatte Opel im vergangenen Sommer übernommen. Tavares ließ Besorgnis erkennen und beklagte ein „negatives Gerede“ um Opel. dpa