Wirtschaft

EU-Kartellverfahren

BMW-Autosparte macht Verlust

Archivartikel

München.Eine drohende EU-Kartellstrafe in Milliardenhöhe hat BMW die Bilanz verhagelt. Im Kerngeschäft rutschte der Autobauer im ersten Quartal deshalb sogar in die roten Zahlen, wie Finanzvorstand Nicolas Peter gestern sagte. Nur mit den Gewinnen aus dem Leasing- und Kreditgeschäft und der Motorradsparte schaffte BMW noch einen Überschuss von 588 Millionen Euro – 74 Prozent weniger als im Vorjahr. Die EU-Kommission wirft BMW, VW und Daimler illegale Absprachen bei Technik zur Abgasreinigung vor. Für das erwartete Bußgeld hat BMW nun 1,4 Milliarden Euro zurückgestellt. Peter kündigte aber an, der Konzern werde sich „mit allen rechtlichen Mitteln zur Wehr setzen“ – die Gespräche seien zulässig gewesen.