Wirtschaft

Bahntechnik Neue Aufgabenverteilung für die Werke / Ingenieursleistungen in Mannheim

Bombardier-Standorte sicher

Archivartikel

Berlin/Mannheim.Die befürchtete Schließung von Bombardier-Standorten in Deutschland ist endgültig vom Tisch. Das kanadische Unternehmen hat sich mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall über eine neue Aufgabenteilung zwischen den insgesamt sieben Werken verständigt. „Es ist uns gelungen, die Standorte zu sichern“, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Volker Pohl gestern nach einer Aufsichtsratssitzung in Berlin.

Keine betriebsbedingte Kündigung

In Mannheim werden die Ingenieursleistungen für den Bahnhersteller konzentriert. Nach Angaben von Deutschland-Chef Michael Fohrer, der selbst aus Baden-Württemberg kommt, bietet die Stadt Vorteile durch die Nähe zu Hochschulen. Künftig werden sogar zusätzliche Aufgaben von einem Schweizer Standort Bombardiers in die Kurpfalz verlagert. Gefertigt werden in Mannheim außerdem Stromrichter für Straßenbahnen. Insgesamt fallen bei der Neustrukturierung allerdings bis zu 2200 der rund 8500 Stellen in Deutschland weg, vor allem in Ostdeutschland. Betriebsbedingte Kündigungen wird es zunächst nicht geben.

Bis Ende 2019 haben dies Arbeitgeber und Gewerkschaften in einer jetzt getroffenen Vereinbarung ausgeschlossen. In dieser Zeit soll es aber zu freiwilligen Vertragsauflösungen bei bis zu 1500 Beschäftigten kommen. Angesichts der wirtschaftlichen Lage von Bombardier sei der Abbau von Arbeitsplätzen nicht zu vermeiden, räumt auch die IG Metall ein.

Die deutschen Werke haben dem Bahnhersteller in den vergangenen Jahren Verluste eingebracht. Das soll sich bis 2020 wieder ändern. „Ich freue mich, dass wir heute den Startschuss für die Umsetzung unserer Zukunftsstrategie geben können“, sagt Fohrer.