Wirtschaft

Alnatura Service-Kräfte „machen Wahnsinnsjob“

Bonus für Mitarbeiter

Archivartikel

Darmstadt/Lorsch.Von der Gastronomie in die Logistik: Das Restaurant in der Darmstädter Alnatura-Zentrale ist wegen des Coronavirus derzeit geschlossen, aber die 13 betroffenen Mitarbeiter bekommen einen neuen Arbeitsplatz. Sie werden umgeschult, um dann im Lorscher Verteilzentrum des südhessischen Biohändlers zu arbeiten. In Lorsch steht das weltweit höchste Verteillager aus Holz. Und dort ist derzeit Hochbetrieb, da im Zuge der Pandemie auch bei Alnatura die Nachfrage nach Lebensmitteln angestiegen ist. Die Steigerung sei mindestens so hoch wie sonst beim Weihnachtsgeschäft, heißt es bei Alnatura.

Kontaktloses Zahlen erwünscht

Das führe aber auch – wie derzeit in vielen Supermärkten – zu extremen Stresssituationen beim Verkaufspersonal. Deshalb hat Alnatura-Gründer Götz Rehn einer Sprecherin zufolge bereits eine Bonus-Zahlung für die Service-Mitarbeiter beschlossen – „weil sie derzeit einen Wahnsinnsjob machen“. Dazu gehörten in den vergangenen Wochen auch kreative Lösungen in den einzelnen Filialen, um etwa mit selbstgebauten Plexiglas-Absperrungen die Kunden an der Kasse auf Abstand zu halten. Eine einheitliche Lösung aus Plexiglas werde derzeit mit Hochdruck in den Filialen installiert, so die Sprecherin. Im Zuge der Corona-Vorkehrungen würden die Kunden auch ermuntert, das kontaktlose Bezahlen zu nutzen. Alnatura hat 3250 Mitarbeiter und rund 135 eigene Märkte. Außerdem werden Alnatura-Produkte in den Filialen von Handelspartnern wie Edeka oder Rossmann vertrieben. be

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