Wirtschaft

Windenergie Branche kritisiert neue Vorgaben

Brandbrief an Altmaier

Archivartikel

Berlin.Stockender Ausbau, Jobabbau und umstrittene schärfere Regeln für den Bau von Windrädern: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gerät wegen der Krise der Windbranche zunehmend unter Druck. In einem Brandbrief an den CDU-Politiker machten Energie- und Wirtschaftsverbände sowie der DGB Front gegen den geplanten Mindestabstand von 1000 Metern zwischen Windrädern und Wohnsiedlungen. Dies werde die Windenergie an Land „dramatisch schwächen“, heißt es in dem Schreiben. Altmaier selbst verteidigte die Pläne am Mittwoch.

Einheitliche Regelung

Der Ausbau der Windkraft an Land war in diesem Jahr fast zum Erliegen gekommen. Als Hauptgründe gelten lange Genehmigungsverfahren, zu wenige nutzbare Flächen und viele Klagen von Bürgerinitiativen. Nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall stehen Zehntausende Jobs in strukturschwachen Regionen auf dem Spiel.

Auf den Mindestabstand hatten sich Union und SPD nach langem Streit geeinigt. Geplant sind bundeseinheitliche Regelungen, bisher gibt es von Land zu Land unterschiedlich strenge Vorgaben. Länder und Kommunen sollen aber entscheiden können, die Regel nicht anzuwenden. In dem Brief schreiben die Verbände: „Es ist uns unerklärlich, dass an einer Regelung zu bundeseinheitlichen Mindestabständen festgehalten wird, obwohl klar ist, dass damit das Ziel von 65 Prozent Erneuerbare Energien in 2030 nicht gehalten werden kann.“ 

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