Wirtschaft

Coronavirus Rhein-Neckar Air kann Ausfälle kompensieren

City-Airport bleibt gut ausgelastet

Archivartikel

Mannheim.Die weltweiten Einschränkungen des Flugverkehrs gehen am Mannheimer City-Airport noch weitgehend vorbei. Die Rhein-Neckar Air (RNA) startet nach wie vor zu Linienflügen nach Berlin und Hamburg sowie ab Ende März nach Sylt. Bisher seien die Maschinen „nur ab und zu weniger besetzt“, so Geschäftsführer Dirk Eggert. „Wir haben sogar zusätzliche Passagiere, die bisher nicht mit uns geflogen sind, die nun aber den großen Flughafen Frankfurt meiden wollen“, so Eggert. „Das kompensiert weitgehend den Ausfall der Firmenkunden, die keine Dienstreisen mehr antreten“, erklärte er. Um Passagiere vor Infektionen zu schützen und die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, würden die Flugzeuge vor jedem Abflug desinfiziert – alle Sitze, Klapptische und Handgepäckfächer ebenso wie Sanitäranlagen.

Auch die 16 in Mannheim stationierten Jets von Firmen heben derzeit nicht seltener ab als sonst. „Der Flugverkehr hat nicht abgenommen“, erklärt Reinhard Becker, der Geschäftsführer des City-Airport. Er wisse sogar von einigen Unternehmen, dass sie überlegen, mit ihren eigenen Jets Mitarbeiter aus jenen Gebieten heimzuholen, in denen der Linienflugverkehr stark reduziert oder eingestellt worden sei.

Flixbus stellt Fernverkehr teils ein

Die Ausbreitung des Coronavirus hat unterdessen Folgen auf die Nachfrage beim Fernbusanbieter Flixbus. „Menschen reisen aktuell generell deutlich weniger“, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Genaue Zahlen für das eigene Unternehmen nannte er nicht. „Flixbus hat entsprechende Maßnahmen beschlossen, um möglichen wirtschaftlichen Folgen entgegenzuwirken“, hieß es lediglich. Das Unternehmen hatte am Vortag sämtliche Verbindungen von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Italien eingestellt. Diese Einschränkungen gelten nach aktuellem Stand bis einschließlich 3. April, teilte eine Sprecherin auf Anfrage dieser Redaktion mit.

Ab und nach Mannheim fahren täglich jeweils etwa 80 Busse. Ab und nach Heidelberg rund je 70. Flixbus beobachte die Situation mit größter Sorgfalt, sagte die Sprecherin weiter. Man sei im Austausch mit den Behörden und setze beschlossene Maßnahmen selbstverständlich um. „Das Wohlergehen und die Sicherheit unserer Fahrgäste und Fahrer hat für uns zu jedem Zeitpunkt höchste Priorität.“ (mit dpa)

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