Wirtschaft

Luftfahrt Deutsche Tochter von Thomas Cook fliegt weiter

Condor will Staatshilfe

Archivartikel

Berlin/frankfurt.Die Pleite des Reisekonzerns Thomas Cook verunsichert auch Passagiere der deutschen Airline-Tochter Condor. „Viele Passagiere an den größeren Flughafenstandorten Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart sind betroffen“, teilte der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen am Montag mit. Fest steht aber: Condor fliegt vorerst weiter.

Die Bundesregierung prüft, ob sie der bisher profitablen Fluggesellschaft einen Überbrückungskredit gewährt. Das könnte möglicherweise verhindern, dass sie im Sog der Thomas-Cook-Insolvenz ebenfalls in Schräglage gerät. Condor hat rund 200 Millionen Euro als Überbrückungskredit beantragt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. Er soll Liquiditätsengpässe verhindern.

„Wir sind offen“

Die hessische Landesregierung stellte ergänzende Hilfe für die Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt in Aussicht. „Grundsätzlich sind wir offen, Condor bei der Überbrückung der aktuellen Krise zusammen mit dem Bund behilflich zu sein, etwa durch eine ergänzende Landesbürgschaft“, teilte die Landesregierung mit. Die Pleite von Thomas Cook beflügelt erneut Spekulationen über einen Verkauf von Condor. Ein Lufthansa-Sprecher wollte sich zu einem möglichen Interesse von Europas größter Airline an dem deutschen Ferienflieger nicht äußern. Die Fluggesellschaft mit 4900 Beschäftigten unterhält 58 Flugzeuge. „Ein gesundes und für sich genommen wirtschaftlich stabiles Unternehmen verdient eine faire Chance, zu überleben“, betonte die Flugbegleitergewerkschaft Ufo, ähnlich wie Verdi und die Vereinigung Cockpit. 

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