Wirtschaft

Umfrage Mannheimer IG Metall hört bei Beschäftigten nach

Corona treibt Jobsorgen

Mannheim.Dass sich die Arbeitsbedingungen in der Corona-Krise verschlechtern, befürchtet fast die Hälfte der Beschäftigten aus der Metallbranche. Jeweils ein Drittel macht sich zudem Sorgen um den Job und die eigene finanzielle Lage. Das geht aus einer Umfrage der Mannheimer IG Metall hervor. Geschäftsführer Thomas Hahl sprach von einem „deutlichen Zeichen“ an die Unternehmen. „Arbeitnehmer dürfen nicht zum Opfer dieser für alle sehr schwierigen Situation werden“, sagte er laut Mitteilung.

An der Umfrage nahmen insgesamt 2300 Beschäftigte aus 100 Unternehmen teil, die im Verantwortungsgebiet der Mannheimer IG Metall liegen – darunter Daimler, John Deere, Bombardier, Caterpillar und Pepperl+Fuchs. Hahl kündigte an, die Gewerkschaft werde die Ergebnisse vor Ort in den Unternehmen vorstellen, „um Verbesserungen konkret in Gang zu bringen“.

Frage der Sicherheit

Immerhin 63 Prozent der Befragten gaben an, dass sie am Arbeitsplatz grundsätzlich mindestens anderthalb Meter Abstand zueinander halten können. Viele Beschäftigte haben in den vergangenen Wochen Sicherheits- und Hygiene-Anweisungen erhalten (57 Prozent). Möglichkeiten zur Handhygiene sind weitgehend vorhanden.

Knapp 60 Prozent fühlen sich ziemlich sicher oder sehr sicher am Arbeitsplatz. Allerdings bedeute das gleichzeitig, dass sich 40 Prozent nicht besonders sicher fühlten, erklärte Hahl. „Das ist definitiv ernst zu nehmen. Hier besteht Handlungsbedarf in den Betrieben, besser zu kommunizieren und weitere Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen.“

Mehr als zwei Drittel der Befragten antworteten, dass sie aktuell nicht vom Thema Kinderbetreuung betroffen sind. Gleichzeitig bestehen für knapp 20 Prozent erhebliche Schwierigkeiten. Hier würden gezielt Entlastungen benötigt, so Hahl.

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