Wirtschaft

CropEnergies schimpft auf EU

Mannheim.CropEnergies-Chef Joachim Lutz hat auf der Hauptversammlung im Mannheimer Rosengarten der EU-Kommission vorgeworfen, erneuerbare Energien im Straßenverkehr zu vernachlässigen. Derzeit überarbeitet die Kommission Vorgaben für die Zeit nach 2020 - für Lutz gehen sie in die falsche Richtung. "Wenn der Entwurf so käme, wäre der Erfolg erneuerbarer Kraftstoffe in das Ermessen der Ölindustrie gestellt", sagte er. "Das wäre so, als wenn Sie einen Hund auf die Wurst aufpassen lassen."

Hinter CropEnergies liegt ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016/2017. Sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis sind gestiegen. Das operative Ergebnis von 98 Millionen Euro lag so hoch wie noch nie in der elfjährigen Unternehmensgeschichte. Der Aktienkurs bewegt sich mittlerweile nach langer Schwächephase wieder über dem Ausgabewert von acht Euro.

Mittelfristig strebt CropEnergies in den TecDax oder S-Dax. Aktionärsvertreter Roland Klose von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) erklärte, CropEnergies habe sich vom "hässlichen Entlein zum Börsenstar" entwickelt.

CropEnergies ist eine Tochter der Mannheimer Südzucker. Das Unternehmen stellt aus Getreide und Zuckerrüben Bioethanol her, das Spritsorten wie E10 beigemischt wird.