Wirtschaft

Technologien Tesla-Chef Elon Musk besucht Tübingen, Berlin und Grünheide / Gespräch mit Pharma-Konzern reiner Arbeitsbesuch

Curevac-Beteiligung kein Thema

Archivartikel

Tübingen/Berlin.Wo Tech-Visionär Elon Musk auftaucht, da herrscht Aufregung, vor allem im sonst so beschaulichen Tübingen. Zu Dutzenden stehen Fans vor dem Hauptsitz der Biotechfirma Curevac, als Musk am Dienstag durch die Tür tritt. Musk häuft Projekte an wie andere Briefmarken. Und bei einem davon ist Curevac – der Öffentlichkeit durch seinen Corona-Impfstoffkandidaten bekannt – mit von der Partie.

Die Tübinger Firma und die im rheinland-pfälzischen Prüm sitzende Tesla-Tochter Grohmann kooperieren schon seit langem bei einem Projekt zur sogenannten mRNA-Technologie. Es geht vereinfacht gesagt um tragbare Fertigungen für die Entwicklung neuer Impfstoffe und Arzneimittel. Spezielle Drucker, die wie Minifabriken funktionieren, sollen Impfstoffkandidaten und andere mRNA-basierte Therapeutika bald automatisch produzieren können.

Dass Musk eigens nach Tübingen reist, überraschte. Schnell machten Spekulationen die Runde, es sei Größeres im Spiel als ein schlichter Arbeitsbesuch. Ob der Tesla-Chef sich möglicherweise an Curevac beteiligen wolle, wurde gefragt. Oder ob er das deutsche Unternehmen gar übernehmen wolle? Alles Quatsch, sagt ein Curevac-Sprecher am Mittwoch. Bei dem Treffen mit Firmenvertretern sei es nur um das Projekt gegangen. Von einer möglichen Beteiligung Musks an Curevac sei bei der Unterredung dagegen keine Rede gewesen.

Unterredung mit Altmaier

Auch in Grünheide wirkt tags darauf alles wie das Warten auf einen Popstar. Dieser lässt aber auf sich warten – Musk ist am Mittwochnachmittag noch bei der Klausur der Spitzen der Unionsfraktion in Berlin. Es sollte dem Vernehmen nach Unterredungen am Rande des Treffens geben. Angepeilt waren nach Angaben aus Teilnehmerkreisen Gespräche von Musk mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Gesundheitsminister Jens Spahn und Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (alle CDU).

Ab Juli nächsten Jahres sollen in Grünheide rund 500 000 Tesla-Fahrzeuge im Jahr produziert werden. Seit Ende Mai hat Tesla in Brandenburg die Zulassung für Fundamentarbeiten. Am Freitag soll schon Richtfest sein. 

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