Wirtschaft

Apple Zugriff auf Handys war jahrelang möglich

Datenleck bei iPhone

Archivartikel

Mountain View.IT-Sicherheitsforscher von Google haben mehrere – inzwischen geschlossene – Schwachstellen in der Software von Apples iPhones entdeckt, über die alle möglichen privaten Daten abgegriffen werden konnten. So seien die Angreifer unter anderem in der Lage gewesen, den aktuellen Aufenthaltsort der Nutzer zu verfolgen sowie Fotos und Kontakte zu kopieren. Apple hat die Schwachstellen mit einem Software-Update bereits im Februar geschlossen, die Details wurden erst jetzt von den Google-Experten veröffentlicht.

Die von Google entdeckten Attacken seien mindestens zwei Jahre lang auf iPhone-Nutzer in „bestimmten Communities“ ausgerichtet gewesen, hieß es. Um ein iPhone zu infizieren, reichte es demnach aus, es auf eine präparierte Website zu locken. Die Forscher von Googles „Project Zero“ machten mehrere solcher Seiten aus, die „tausende Besucher“ pro Woche hatten. Mit dieser Beschreibung könnte es sich um eine gezielte Ausspäh-Aktion handeln, die zum Beispiel auf Dissidenten oder einzelne Bevölkerungsgruppen zielte. Auch Nachrichten in Chatdiensten wie WhatsApp, iMessage und Telegram konnten mitgelesen werden, erklärte Google-Forscher Ian Beer. dpa

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