Wirtschaft

Elektrotechnik Umsatz legt 2018 kräftig zu / Ergebnis rückläufig

Deutlich mehr Aufträge für deutsche ABB

Archivartikel

Mannheim.Die deutsche Landesgesellschaft des Schweizer Elektrotechnikkonzerns ABB mit Sitz in Mannheim hat im Geschäftsjahr 2018 bei Auftragseingang und Umsatz deutlich zugelegt. Das Unternehmen profitierte dabei vor allem von der „herausragenden“ Geschäftsentwicklung in den Bereichen Robotik und Antriebe sowie Industrieautomation, wie es gestern in einer Mitteilung hieß. Demnach stieg der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um elf Prozent auf 2,80 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um zehn Prozent auf 2,78 Milliarden Euro.

Trotz dieser Zuwächse verdiente die deutsche ABB weniger: Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) war leicht rückläufig und lag bei 212 Millionen Euro (2017: 229 Millionen). Zu den Gründen für den Ergebnisrückgang machte das Unternehmen in der Mitteilung keine Angaben.

ABB durchlebt aktuell turbulente Zeiten: Vor wenigen Tagen war der langjährige Konzernchef Ulrich Spiesshofer mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurückgetreten. Dieser Schritt erfolgte mitten im derzeit laufenden Umbau des Konzerns als Folge eines tiefgreifenden Strategiewechsels. Teil der Neuausrichtung ist der Verkauf des Stromnetzgeschäfts an den japanischen Konzern Hitachi.

Drei Standorte in der Region

Der ABB-Standort Mannheim dürfte massiv von dieser Entscheidung betroffen sein: Gut ein Drittel der etwa 2000 Beschäftigten in der Quadratestadt sind der Stromnetzsparte zuzuordnen. Zu konkreten Folgen für den Standort gibt es allerdings noch keine Informationen, auch ist noch völlig unklar, wie die Stellen aus der ABB herausgelöst werden können.

Bundesweit arbeiteten Ende vergangenen Jahres rund 10 500 Menschen für ABB, davon gut 4000 in der Metropolregion Rhein-Neckar. Sie verteilen sich etwa zur Hälfte auf Mannheim sowie die beiden weiteren Standorte Heidelberg (Produktion von Sicherungsautomaten) und Ladenburg (Forschungszentrum).