Wirtschaft

Börse Geldinstitut fliegt aus Leitindex für die Eurozone

Deutsche Bank steigt ab

Archivartikel

Frankfurt.Die Deutsche Bank zählt bald nicht mehr zu den 50 wertvollsten Börsenunternehmen der Eurozone. Deutschlands größtes Geldhaus muss wegen des dramatisch gesunkenen Aktienkurses den EuroStoxx 50 verlassen. Mit der Deutschen Bank steigt auch der Versorger Eon zum 24. September aus dem europäischen Leitindex ab. Der Gasehersteller Linde, der vor der Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair steht, hat den Sprung in den EuroStoxx 50 geschafft.

Der EuroStoxx 50 bildet die 50 wertvollsten Unternehmen der Eurozone ab. Im Index vertreten sind deutsche Branchenschwergewichte wie SAP, Siemens, Daimler und Allianz, aber auch der französische Ölkonzern Total und der Flugzeugbauer Airbus. Für die Deutsche Bank bedeutet der Abstieg nicht nur einen Image-Schaden. Wichtig sind Index-Änderungen für Fonds, die Indizes eins zu eins nachbilden (ETFs). Dort muss umgeschichtet werden, was in der Regel Einfluss auf die Aktienkurse hat. Da viele Fonds den EuroStoxx 50 nachzeichnen, müssen sich Investoren von Aktien der Deutschen Bank trennen.

Auch die Commerzbank dürfte die Folgen ihrer Dauerkrise spüren. Es wird erwartet, dass sie bei der Dax-Überprüfung heute für den Zahlungsabwickler Wirecard weichen muss.