Wirtschaft

Studie VW auf Platz sieben der 1000 größten Unternehmen

Deutsche Konzerne fallen zurück

Frankfurt.Deutschlands Konzerne fallen weltweit bei Umsatz und Gewinn zurück. Unter den 1000 umsatzstärksten Unternehmen stand im vergangenen Jahr das erste deutsche mit VW auf Rang sieben, beim Gewinn kommt der Wolfsburger Autobauer nur auf Platz 25. Insgesamt konnten sich 44 deutsche Großunternehmen platzieren. Dies ist das Ergebnis einer am Dienstag vorgestellten Analyse der Beratungsgesellschaft EY. Gewinnstärkstes Unternehmen war auch 2018 Apple mit einem Überschuss von 60 Milliarden Euro vor Samsung (45,3 Milliarden) und Microsoft (29,7 Milliarden). VW verbuchte einen Gewinn von 14 Milliarden Euro.

Beim Umsatz steht die US-Handelskette Walmart mit 424 Milliarden Euro an der Spitze vor China Petroleum and Chemical mit 370 Milliarden und Royal Dutch Shell mit 329 Milliarden. VW kam auf knapp 236 Milliarden Euro.

Die Umsätze der deutschen Konzerne stiegen 2018 nur um 1,2 Prozent, während es in Frankreich um 6,8, in Italien um 5,8 und in den USA im Schnitt sogar um neun Prozent nach oben ging. Der Gewinn deutscher Konzerne schrumpfte der Studie zufolge um zehn Prozent. In den USA kletterte er dagegen um 8,1 und in Asien sogar um 8,4 Prozent.

„US-Firmen das Maß der Dinge“

„Die Top-US-Konzerne sind derzeit in vielen Branchen das Maß der Dinge“, sagt Alexander Kron, Geschäftsführer bei EY. Grund seien der prosperierende Heimatmarkt und die hervorragende Entwicklung der US-Technologie-Konzerne. Dem habe Europa wenig entgegenzusetzen, zudem litten die europäischen Großunternehmen unter dem Handelsstreit zwischen den USA und China. Dazu kommen die Probleme der deutschen Autokonzerne. Außerdem seien in Deutschland klassische Industriebranchen überrepräsentiert, etwa die Auto-, Maschinenbau-, Chemie- und Pharmasparte, während der Anteil der IT- und Telekommunikationsfirmen mit einem Anteil von elf Prozent deutlich geringer sei als in den USA mit 18 Prozent.

Unter den umsatzstärksten Konzernen rangiert Daimler auf Platz 16, BMW auf 37, Siemens auf 48, BASF auf 78, Bayer auf 146, SAP auf 272, Adidas auf 300, HeidelbergCement auf 381, Merck auf 472, Schaeffler auf 492 und Infineon auf 919. Bezogen auf den Gewinn stehen die deutschen Konzerne schlechter da. Da kommt VW als erster nur auf Position 25, Daimler auf 42, BMW auf 60, Siemens auf 70, BASF auf 94, SAP auf 102, Bayer auf 169, Adidas auf 294, HeidelbergCement auf 319, Merck auf 403 und Infineon auf 466 und Schaeffler auf Position 547.