Wirtschaft

Bosch Verlust von 600 Arbeitsplätzen / Potenzial bei Vernetzung

Dieselkrise kostet Stellen

Stuttgart/Las Vegas.Die Dieselkrise hat beim Zulieferer Bosch im vergangenen Jahr zahlreiche Arbeitsplätze in der Antriebstechnik gekostet. In den Werken im saarländischen Homburg und im bayerischen Bamberg seien insgesamt 600 Stellen abgebaut worden, sagte der zuständige Bereichsvorstand Uwe Gackstatter der Branchenzeitung „Automobilwoche“.

Ein Sprecher des Unternehmens sagte, es handle sich jeweils zur Hälfte um Vorruhestandsregelungen bei festen Mitarbeitern und um nicht verlängerte befristete Verträge. Da die Nachfrage nach Diesel-Autos sinke, riefen die Kunden auch weniger Komponenten dafür bei Bosch ab, erläuterte der Sprecher den Bericht.

Laut „Automobilwoche“ fürchten Arbeitnehmervertreter weitere Stellenstreichungen. Dazu wollte Bosch keine Prognose abgeben. Bei dem Zulieferer hängen rund 50 000 der weltweit zuletzt 402 000 Arbeitsplätze am Diesel, davon rund 15 000 in Deutschland.

Gleichzeitig versucht Bosch, neue Geschäftsfelder zu entwickeln und strebt eine weltweit führende Rolle bei der Entwicklung autonom fahrender Autos an. Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas betonte der Konzern das Geschäftspotenzial im Bereich der Vernetzung von smarten Gegenständen und Sensoren. dpa