Wirtschaft

Finanzen Genossenschaftliche Gruppe leidet unter Flaute an den Kapitalmärkten / Gewinn sinkt

DZ Bank spürt Gegenwind

Frankfurt.Unter den deutschen Geschäftsbanken liegt sie in diesem Jahr ganz vorn, auch wenn der Netto-Gewinn deutlich um gut 16 Prozent abgesackt ist. Aber mit 918 Millionen Euro hat die DZ Bank Gruppe im vergangenen Jahr die Commerzbank (865 Millionen Euro) und viel klarer noch die Deutschen Bank (341 Millionen Euro) hinter sich gelassen.

Auch der DZ Bank hat 2018 allerdings die schwierige Lage an den Kapitalmärkten zu schaffen gemacht, wie die neuen Co-Vorstandschefs Uwe Fröhlich und Cornelius Riese gestern bei der Bilanz-Pressekonferenz einräumten. Das Ergebnis sei trotzdem „ordentlich“. An die Eigentümer, die gut 900 Volks- und Raiffeisenbanken, schüttet die DZ Bank eine Dividende von insgesamt 322 Millionen Euro aus.

Zur DZ Bank Gruppe gehören unter anderem die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die R+V Versicherung und die Fondsgesellschaft Union Investment. Teil der Gruppe ist auch der Schiffs- und Flugzeugfinanzierer DVB Bank, der mitten in der Restrukturierung steckt und für einen Verlust von 130 Millionen Euro sorgte.

Belastet hat auch die DZ Privatbank, die wegen hoher Abschreibungen ein Minus von 151 Millionen Euro hinnehmen musste. Insgesamt verbuchte die Gruppe einen Vorsteuergewinn von 1,37 Milliarden Euro, 24 Prozent weniger als 2017. Bei der DZ Bank selbst schrumpfte der Gewinn um knapp ein Drittel auf 522 Millionen Euro. Dort werden bis 2023 rund 500 Stellen gestrichen und damit etwa zehn Prozent der Arbeitsplätze. „Unsere Kostenbasis weiter zu optimieren, ist eine zwingende Aufgabe“, sagt Fröhlich.