Wirtschaft

Corona Falsche Infektionszahl lässt Tourismusbranche bangen

EDV-Panne auf Mallorca

Archivartikel

Palma.Böses Erwachen für jene Deutschen, die vielleicht schon von Herbstferien auf Mallorca geträumt hatten. Und ein harter Rückschlag für die spanische Urlaubsinsel im Kampf gegen Corona und ums Überleben von Tourismus und Gastronomie: Am Wochenende kam eine Informatik-Panne ans Licht, wegen der seit Tagen für die Balearen sehr niedrige Infektionszahlen gemeldet worden waren. Diese hatten die Hoffnung geweckt, Deutschland werde bald die Reisewarnung für die Region aufheben. Man hoffte auch auf ein Ende der britischen Restriktionen. Von wegen: Ein Bericht in der Onlineausgabe der „Mallorca Zeitung“ ließ alle Träume und Hoffnungen jäh platzen.

Unter Berufung auf Eugenia Carandell, Direktorin im balearischen Gesundheitsministerium, berichtete das Wochenblatt, die Region habe zuletzt 120 bis 170 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet. Und nicht zwischen 30 und 45, wie die ganze Woche lang wegen eines „Informatikfehlers bei der Datenübertragung“ in Madrid irrtümlich gemeldet worden sei. Die Grenze von 50 ist ein entscheidendes Kriterium für die Bundesregierung in Berlin, eine Region oder ein Land als Risikogebiet einzustufen oder die Einschätzung auch wieder aufzuheben. 

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