Wirtschaft

Umwelt Agentur IEA schlägt Alarm

Emission von Treibhausgas steigt bis 2040

Archivartikel

Paris.Der klimaschädliche Ausstoß von Treibhausgasen wird nach Einschätzung der Energie-Agentur IEA noch bis 2040 steigen, selbst wenn alle Staaten ihre Zusagen zum Klimaschutz einhalten. Dies geht aus dem aktuellen Weltenergiebericht der Internationalen Energie-Agentur (IEA) hervor, der am Mittwoch in Paris veröffentlicht wurde. Nach übereinstimmender Ansicht von Klimaexperten wäre hingegen eine radikale Senkung nötig.

„Die Welt muss dringend einen Schwerpunkt darauf legen, die Emissionen zu vermindern“, forderte IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol. Nötig sei eine „große Koalition“, die Regierungen, Investoren, Unternehmen und diejenigen einschließe, die für den Klimaschutz eintreten. Weltweit vereinbarte Nachhaltigkeitsziele dürften langfristig deutlich verfehlt werden, warnte die Agentur. Sie legte dabei ein Szenario zugrunde, das aktuelle Politikabsichten und Politikziele bereits berücksichtigt.

Erneuerbare reichen nicht

Der weltweite Energieverbrauch wird demnach bis 2040 um ein Prozent pro Jahr steigen. „Über die Hälfte dieses Wachstums wird durch CO2-arme Energiequellen gedeckt, allen voran Photovoltaik“. Die Nachfrage nach Öl werde sich nach 2025 deutlich verlangsamen und in den 2030er Jahren abflachen. Der Kohleverbrauch werde sinken.

„Die Dynamik bei den sauberen Energietechnologien reicht nicht aus, um die Auswirkungen einer expandierenden Weltwirtschaft und wachsenden Bevölkerung auszugleichen“, resümierte die Agentur in ihrem Ausblick. Der Emissionsanstieg verlangsame sich zwar, „jedoch wird der Scheitelpunkt vor 2040 nicht erreicht“. 

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