Wirtschaft

Verbraucher Teuerungsrate im November bei 2,3 Prozent

Energiepreise treiben Inflation an

Archivartikel

Wiesbaden.Teils drastisch gestiegene Energiepreise halten die Teuerung in Deutschland über der Zwei-Prozent-Marke. Im November lagen die Verbraucherpreise um 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt gestern anhand vorläufiger Daten mitteilte. Von Oktober auf November 2018 erhöhte sich das Preisniveau demnach um 0,1 Prozent.

Die Preise für Heizöl kletterten in manchen Bundesländern extrem. Mancherorts mussten Verbraucher nach Angaben der Statistiker über 50 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Auch Kraftstoffe verteuerten sich erheblich. Ein Grund nach Einschätzung von Experten: Wegen des Niedrigwassers im Rhein ist die Versorgung per Tankschiff schwieriger geworden.

Nahrungsmittel günstiger

Insgesamt verteuerte sich Energie im November im Vergleich zum Vorjahresmonat nach Berechnungen der Wiesbadener Behörde um 9,3 Prozent. Der Abstand zum Preisniveau des Vorjahres wird bei diesem Posten seit Monaten kontinuierlich größer. Im Oktober war die Inflation – angeheizt von gestiegenen Energiepreisen – mit 2,5 Prozent auf den höchsten Stand seit September 2008 geklettert.

Bei Nahrungsmitteln gibt es einen gegenläufigen Trend: Hier lagen die Preise im November um 1,4 Prozent über Vorjahresniveau. Im Oktober waren es 1,9 Prozent, im September 2,8 Prozent. Allerdings müssen Verbraucher für manche Gemüsesorte dennoch tiefer in den Geldbeutel greifen als im vergangenen Jahr, etwa für Kartoffeln.