Wirtschaft

Pandemie Auszahlung der Dezemberhilfen gestartet

Erste Gelder für Firmen fließen

Archivartikel

Berlin.Die Bundesregierung ist bei milliardenschweren Zuschüssen für Unternehmen und Selbstständige in der Corona-Krise einen Schritt weitergekommen. Seit Dienstag fließen erste Gelder der Dezemberhilfen, wie das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mitteilte. Konkret geht es um Abschlagszahlungen, ein Vorschuss auf spätere Zahlungen.

Unternehmen bekommen Abschlagszahlungen in Höhe von bis zu 50 000 Euro, Soloselbstständige von bis zu 5000 Euro. Die Bundesregierung hatte die Hilfen für Firmen etwa aus der Gastronomie beschlossen, die ihren Geschäftsbetrieb wegen des Teil-Lockdowns seit Anfang November dichtmachen mussten. Erstattet werden über Zuschüsse Umsatzausfälle von bis zu 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Erstattung „unzureichend“

Bei der Überbrückungshilfe III, die Fördermonate ab Januar erfasst, werden betriebliche Fixkosten wie Mieten und Pachten erstattet. Der Höchstbetrag wurde von 200 000 Euro auf 500 000 Euro erhöht. Dieser maximale Zuschuss ist geplant für direkt und indirekt von Schließungen betroffene Unternehmen. Auch bei der Überbrückungshilfe III sind Abschlagszahlungen geplant. Der Chefvolkswirt des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Hans-Jürgen Völz, sagte zum Start der Dezemberhilfen: „Sollte sich die Nachricht bestätigen, ist dies aus Sicht der von Insolvenz bedrohten Unternehmen ein erster Lichtblick. Damit hat sich unser Drängen nach schneller Auszahlung der von den Unternehmen dringend benötigten Liquidität als erfolgreich erwiesen.“ Er kritisierte, die Erstattung von Fixkosten bei der Überbrückungshilfe III sei bei einem fast vollständigen Lockdown llig unzureichend“. 

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