Wirtschaft

Versorger Heiße Phase bei Verkauf durch EnBW und Rheinenergie

Erste Namen im Wettstreit um die MVV-Anteile

Archivartikel

Mannheim.Der Einstieg neuer Großaktionäre beim Mannheimer Versorger MVV Energie AG rückt näher. Voraussichtlich bis Ende dieser Woche wollen der baden-württembergische Energiekonzern EnBW und der Kölner Regionalversorger Rheinenergie konkrete Angebote für ihren gemeinsamen Anteil von 45,1 Prozent an der MVV prüfen. Das berichtet die Finanznachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf zwei mit der Sache vertraute Personen.

Erstmals werden auch Namen möglicher Interessenten genannt. Den Informationen zufolge handelt es sich um die Deutsche-Bank-Tochter DWS, die französische Private-Equity-Beteiligungsgesellschaft Ardian France, den australischen Infrastruktur-Investor IFM, und den kanadischen Pensionsfonds Omers. Erwähnt werden außerdem der Versicherer Allianz und der Schweizer Finanzinvestor Partners Group.

EnBW und Rheinenergie hatten Anfang Oktober bestätigt, dass sie ihre Aktienpakete veräußern wollen. Zum aktuellen Kurs an der Börse wären sie insgesamt mehr als 800 Millionen Euro wert.

Federführend in dem Prozess ist die Investmentbank Perella Weinberg Partners. Den Angaben zufolge ist für den Vollzug eines Verkaufs auch entscheidend, wie viel Kontrolle die MVV einem potenziellen neuen Großaktionär einräumt. Mehrheitsaktionär an dem Versorger ist mit einem Anteil von 50,1 Prozent die Stadt Mannheim. Die restlichen Anteile sind im Streubesitz an der Börse.

Kein Kommentar der Beteiligten

Sprecher der MVV und EnBW wollten am Donnerstag nicht zu den Entwicklungen Stellung nehmen. Allgemein verfolge die MVV das Ziel einer langfristig stabilen Aktionärsstruktur, hieß es aus Mannheim. Und von Seiten der EnBW verlautete lediglich, dass man in dem Verfahren in engem Austausch mit der MVV Energie stehe.

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