Wirtschaft

Innomake Region sieht sich als Vorreiter im Bereich Wasserstoff

„Es gibt keinen Weg vorbei“

Archivartikel

Mannheim.Wasserstoff – das explodiert doch? Jonas Wagner, Leiter des Innovationsclusters Wasserstoff bei der Metropolregion Rhein-Neckar, zeigt ein Foto der Hindenburg-Zeppelin-Katastrophe aus dem Jahr 1937. „Neue Themen sind immer mit Mythen besetzt“, so Wagner. Doch er beruhigt: „Wenn ein Wasserstofftank eines Autos ein Leck hat, wird das Gas kontrolliert abgegeben.“ Bei der von der Metropolregion Rhein-Neckar ausgerichteten Veranstaltung im Rahmen des Mannheimer Innovationsfestivals Innomake geht es um die Anwendungsgebiete des zukunftsweisenden Stoffes – in den Bereichen Mobilität, Industrie, Wärme und Energie.

Mit Wasserstoff kann Energie gespeichert und mithilfe von Brennstoffzellen wieder freigesetzt werden. So soll zukünftig das Problem der Dunkelflaute bei erneuerbaren Energien gelöst werden.

Klimaneutrale Mobilität

Bernd Kappenstein, Leiter des Fachbereichs Energie und Umwelt der Metropolregion Rhein-Neckar, bekräftigt: Die Region will deutschlandweit Vorreiter beim Thema Wasserstoff werden. Kürzlich hat sie 20 Millionen Euro Fördermittel des Bundes gewonnen. In zwei Projekten soll vor allem klimaneutrale Mobilität vorangetrieben werden: unter anderem durch den Einsatz von insgesamt 62 mit Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzellen betriebenen Bussen in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen.

Außerdem stellt Matthias Kramer von Hoeller Electrolyzer das in Wismar ansässige Elektrolyse-Start-up-Unternehmen vor. Zoltan Meszaros von den Technischen Werken Ludwigshafen (TWL) präsentiert die Heinrich-Pesch-Siedlung, in der ein Begegnungshaus sich autark mittels Wasserstoff mit Strom und Wärme versorgen soll. Sven Schmitz von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) erläutert das Anwendungs- und Bildungszentrum Wasserstoff ABZH2 in Eppelheim – dieses soll die Metropolregion wissenschaftlich unterstützen.

Zum Abschluss der Veranstaltung sagt Kappenstein: „Es gibt keinen Weg vorbei an der Thematik. Es gibt keine Alternative zu den erneuerbaren Energien. Und die müssen mit Wasserstoff speicherbar sein.“

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