Wirtschaft

Freizeit Investitionssumme bei 180 Millionen Euro

Europa-Park eröffnet neue Wasserwelt

Rust.Nach rund 26 Monaten Bauzeit hat Deutschlands größter Freizeitpark, der Europa-Park in Rust bei Freiburg, am Donnerstag die neue Wasserwelt „Rulantica“ eröffnet. Mit einer Investitionssumme von 180 Millionen Euro stellt das Projekt die größte Einzelerweiterung des Parks dar. Die Einweihung wurde im großen Stil gefeiert: Franziska van Almsick und Joachim Löw sorgten für den Promi-Faktor, während hunderte Kinder als erste offizielle Besucher das Bad stürmen durften. 300 Medienvertreter aus ganz Europa kamen zur Eröffnung.

Obwohl das Bad erst jetzt frei zugänglich ist, konnte Europa-Park-Inhaber Roland Mack bereits den ersten Erfolg verbuchen. So durften die Bewohner der umliegenden Gemeinden Rust und Ringsheim das Bad vorab bereits testen und bewerten. Heraus kam bei der Umfrage die Note plus 4,3 auf einer Skala von minus fünf bis plus fünf. „Davon träumen viele Politiker nur“, sagte Mack.

Erweiterungsfläche eingeplant

18 Rutschen, ein Wellenbad, ein Außenpool, Wasser-Bars und andere Attraktionen – aber kein Wellness-Bereich – sollen täglich bis zu 5000 Gäste ins Bad locken. Im Jahr kalkuliert der Park anfangs mit 400 000 Besuchern, später sollen es nach Macks Worten rund 700 000 sein. Die Wasserwelt soll den Freizeitpark nach Macks Worten weiter als Kurzzeit-Reiseziel stärken. „Das sorgt für eine gleichmäßigere Auslastung unseres Parks und sichert nicht zuletzt die Jobs der Mitarbeiter über das ganze Jahr“, sagte er dieser Zeitung. Macks Angaben zufolge kann die Hallenfläche bei Bedarf verdoppelt werden – „schon 2021 könnten wir bei den Kapazitäten reagieren“. Erste Planungen für den Wasserpark hatte es bereits im Jahr 1995 gegeben. Bis zuletzt war er die größte Privatbaustelle in Deutschland, sagte Mack.

Freizeiteinrichtungen im Inneren als Ganzjahresangebote für jedes Wetter gewinnen so an Bedeutung, sagte der baden-württembergische Tourismusminister Guido Wolf (CDU) anlässlich der Eröffnung. Der Klimawandel, der extreme und nicht absehbare Witterung mit sich bringe, sei eine Herausforderung. „Der Tourismus kann nicht mehr, wie bisher, allein auf das Wetter setzen“, sagte Wolf. (mit dpa)

Dominik Dose ist Redakteur beim Konstanzer „Südkurier“.

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