Wirtschaft

Vernetztes Zuhause Sicherheit häufig nicht gewährleistet

Experten warnen vor Lücken

Archivartikel

Berlin.Intelligente Kühlschränke, die Lebensmittel erkennen, vernetzte Waschmaschinen, die rechtzeitig neue Tabs bestellen oder intelligente Beleuchtungssysteme. Auf der Elektronikmesse IFA in Berlin werden derzeit die neuesten Entwicklungen zum vernetzten Zuhause (Smart Home) präsentiert. Doch Experten warnen vor Sicherheitslücken. „Bei den Geräten haben wir es mit Computern zu tun, die oftmals auf billige Weise produziert wurden“, sagte Linus Neumann, Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC).

Zulasten der Umwelt

„Verbraucher müssen in der Lage sein, auch noch in fünf bis zehn Jahren Sicherheitsupdates durchzuführen.“ Doch leider mangele es bei vielen Herstellern an dieser Nachsorge. Konsequenz sei, dass die Nutzer entweder die Produkte ohne Updates weiterbetrieben oder diese gegen neue Geräte austauschten. „Das geht dann entweder zulasten der Sicherheit oder zulasten der Umwelt und Nachhaltigkeit.“

Was fehle, seien das nötige Bewusstsein beim Kunden sowie entsprechende Regularien am Markt, beklagt Marco Preuß, Leiter des europäischen Forschungs- und Analyse-Teams bei Kaspersky Lab: „Ich vergleiche das immer mit dem Autokauf. Ich würde mir doch auch keinen Wagen zulegen ohne Sicherheitsgurte und Bremsen. Ich kann es auch gar nicht, weil das alles vorgeschrieben ist“, sagt Preuß. Im IT-Bereich könne man dagegen jedes x-beliebige Produkt kaufen und ans Netz anschließen. Bei unsicheren Geräten sei das durchaus problematisch. Und CCC-Sprecher Neumann sagt: Generell sollten sich Verbraucher darüber im Klaren sein, dass mit Hilfe der Geräte Daten gesammelt und übertragen werden. dpa