Wirtschaft

IHK Rhein-Neckar Ausland hat 60,9 Prozent Anteil am Umsatz

Exportquote erreicht Rekordhoch

Mannheim.Die Unternehmen der Metropolregion Rhein-Neckar haben ihre Exporte im Jahr 2018 auf ein Rekordhoch gesteigert: Mehr als sechs von zehn Euro verdienten die Firmen im Ausland. Wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) mitteilte, stieg die Exportquote – der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz – auf 60,9 Prozent. Sie übertraf den Wert von 2017 damit um 1,4 Prozentpunkte. „Die Industrieunternehmen in der Region sind weltweit ausgezeichnet aufgestellt. Die Exportquote liegt über dem hohen landesweiten Durchschnitt von 57 Prozent und die Exportumsätze sind deutlich angestiegen“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Axel Nitschke laut einer Mitteilung.

Die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes haben nach Angaben der IHK im vergangenen Jahr Exportumsätze in Höhe von 16,6 Milliarden Euro erzielt, ein Plus von 1,2 Prozent gegenüber 2017. Die höchste Exportquote im IHK-Bezirk erzielte der Stadtkreis Mannheim mit 68,5 Prozent, gefolgt vom Rhein-Neckar-Kreis mit 53,9 Prozent. Niedriger lag die Quote dagegen im Neckar-Odenwald-Kreis (43,5 Prozent) sowie im Stadtkreis Heidelberg.

Vorsichtiger Ausblick auf 2019

Die Umsätze innerhalb Deutschlands sind im vergangenen Jahr dagegen gesunken. Nach neun Monaten mit guten Geschäften verzeichneten die Industrieunternehmen den Angaben zufolge vor allem im letzten Quartal 2018 einen spürbaren Rückgang der Umsatzzahlen. „Unsichere Entwicklungen auf den Auslandsmärkten wirken sich auch auf die Binnennachfrage aus, wenn beispielsweise Investitionen in neue Anlagen verschoben werden“, sagte Nitschke. Hinzu kämen die Probleme der Autoindustrie und ihrer Zulieferbetriebe. Auf das laufende Jahr 2019 blicken die Unternehmen eher vorsichtig. Zwar bewege sich die regionale Industrie weiter auf einem hohen Niveau und habe zu Jahresbeginn wieder steigende Umsätze gemeldet. „Doch die Sorgen um die Inlandsnachfrage und die Unsicherheiten auf den internationalen Märkten dämpfen die Erwartungen deutlich“, so Nitschke. fas