Wirtschaft

Sparkassen Heute möglicherweise Entscheidung über Zukunft des Präsidenten

Fahrenschon vor dem Aus

Berlin.Für den Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Georg Fahrenschon (Bild), wird es schwer, sich im Amt zu halten. Die Kritik an seinem Verhalten in der Affäre um zu spät eingereichte Steuererklärungen hielt gestern an. Die regionalen Sparkassenpräsidenten wollen sich ohne Fahrenschon heute in Hannover treffen, auch um über die Affäre und Konsequenzen zu sprechen, hieß es aus Sparkassenkreisen. Dann könnte eine Vorentscheidung über die Zukunft Fahrenschons fallen.

Ein formeller Beschluss ist vorerst nicht geplant. Für heute ist keine Sitzung des DSGV-Präsidiums oder eines anderen Verbandsgremiums in Berlin vorgesehen. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband verwies gestern auf die "aktuelle Beschlusslage in den DSGV-Gremien", die am 8. November veröffentlicht wurde.

"Der Druck ist enorm"

Demnach ist "die Wahl des DSGV-Präsidenten verschoben" und der Ausgang eines gerichtlichen Verfahrens werde abgewartet. Kurz vor der geplanten Wiederwahl Fahrenschons in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der 49-Jährige Steuererklärungen zu spät eingereicht und deshalb einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung erhalten hatte. "Der Druck ist enorm. Es ist schwer vorstellbar, dass Fahrenschon nach Dienstag noch zur Verfügung steht", hieß es gestern aus einer regionalen Sparkasse. Außer der mutmaßlichen Steuerhinterziehung wird dem früheren bayrischen Finanzminister vor allem angekreidet, den Strafbefehl gegen seine Person monatelang verheimlicht zu haben. Fahrenschon bestreitet eine vorsätzliche Straftat und hat Widerspruch eingelegt. (dpa)