Wirtschaft

Verbraucherzentrale Klage gegen Aldi erfolgreich

Falsche Etiketten auf Bio-Äpfeln

Freiburg.Rückschlag für Aldi: Der Lebensmittel-Discounter muss nach einem Urteil des Landgerichts Freiburg bei der Herkunft seiner Ware künftig transparenter sein. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hatte gegen die Kette geklagt, weil Märkte von Aldi im baden-württembergischen Mahlberg Bio-Äpfel falsch ausgezeichnet hatten. Auf dem Preisschild hatten sie das Obst mit dem Zusatz „aus Deutschland“ etikettiert. Tatsächlich stammten die Äpfel aus Italien – in Deutschland wurden sie verpackt. Das geht aus einer Mitteilung der Verbraucherzentrale hervor. Das Urteil fiel bereits am 14. Januar.

„Falsche Angaben und Werbung zur Herkunft oder Region sind bei uns ein Dauerbrenner“, sagt Christiane Manthey von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Wir mahnen jedes Jahr Fälle ab und gehen auch gerichtlich gegen solche Täuschungen vor.“ Im jüngsten Fall ging es darum, dass auf dem Preisschild der Bio-Äpfel eine deutsche Herkunft versprochen wurde, auf der Packung stand allerdings Italien.

Hohes Ordnungsgeld droht

Der Verbraucherzentrale zufolge zeigte sich Aldi nach einer Abmahnung zunächst uneinsichtig und wollte keine Unterlassungserklärung abgeben. Nach dem Urteil aus Freiburg muss der Discounter künftig ein Ordnungsgeld von bis zu 250 000 Euro zahlen, wenn er erneut mit der falschen Herkunft von Bio-Äpfeln wirkt.

Das Vertrauen seiner Kunden habe für Aldi oberste Priorität, teilte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage mit. „Die korrekte und transparente Kennzeichnung der Herkunft unserer Produkte ist Teil unserer Qualitätsanforderungen.“ Dass die Äpfel aus Italien kamen, sei auf der Verpackung „transparent gekennzeichnet“ gewesen. „Versehentlich wurde die Angabe in der betreffenden Filiale auf dem Preisschild allerdings nicht rechtzeitig aktualisiert.“ Der Fehler sei in der gleichen Woche behoben worden. „Dieses Versehen bedauern wir sehr und möchten uns bei unseren Kunden für die versäumte Kennzeichnung entschuldigen“, so die Sprecherin.

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