Wirtschaft

Fraport Weltweit eines der größten Pharmafrachtzentren

Frankfurt wichtiges Drehkreuz

Frankfurt.Am größten deutschen Flughafen wird schon bald wieder deutlich mehr los sein als in den vergangenen Wochen. Nicht etwa, weil wieder Tausende von Passagieren die Terminals bevölkern. Es werden Millionen von kleinen Fläschchen sein, die für Betrieb und viel Arbeit sorgen: Der wohl demnächst bereitstehende, zu großen Teilen auch in Deutschland produzierte Corona-Impfstoff muss auch weltweit verteilt werden. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport, die Lufthansa, die Deutsche Post-Tochter DHL und weitere deutsche Unternehmen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Eine Studie von DHL hat bereits im September die gewaltigen Anforderungen für die weltweite Verteilung der Corona-Vakzine umrissen. Danach werden dazu 2021 und 2022 rund 15 000 Flüge notwendig sein, um 200 000 Paletten mit etwa 10 Milliarden Impfdosen in 15 Millionen Kühlboxen zu transportieren.

Von Frankfurt aus will man einen wichtigen Beitrag zur Verteilung leisten. Man sei vorbereitet, sagt Fraport-Sprecher Dieter Hulick. Dort stehen 13 500 Quadratmeter Hallenfläche zur Verfügung, in denen die Temperatur exakt von plus 25 bis minus 20 Grad, zum Teil auch bis minus 80 Grad geregelt werden kann. Derzeit wird das Areal um 500 Quadratmeter erweitert. Frankfurt gilt als eines der größten Pharma-Frachtzentren weltweit.

Auch die Würzburger Spezial-Firma Va-Q-Tec hat sich mittlerweile einen Namen gemacht. Das Unternehmen produziert Transportbehälter, die selbst bei hohen Außentemperaturen und ohne zusätzliche Energie die notwendigen Minus-Grade für den Transport von Impfstoffen für bis zu 120 Stunden garantieren können, wie Vorstandschef Joachim Kuhn betont. 

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