Wirtschaft

Reiseveranstalter Staatlicher Rettungsfonds springt ein

FTI stutzt sein Geschäft

Archivartikel

München.Europas drittgrößter Reiseveranstalter FTI steckt wegen der Corona-Krise in Geldnot, bekommt jetzt Staatshilfe und gibt einen großen Teil seiner Geschäfte auf. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, erhält es 235 Millionen Euro aus dem Rettungsfonds des Bundeswirtschaftsministeriums.

Die FTI-Gruppe mit Sitz in München beschäftigte bisher weltweit 12 000 Mitarbeiter und hat im vergangenen Jahr mit acht Millionen Gästen gut vier Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. FTI gehört seit April zu 75 Prozent dem ägyptischen Investor Samih Sawiris.

Zur Rettung des Kerngeschäfts hat FTI unter anderem den Geschäftsbetrieb seines Online-Portals fly.de und des Kreuzfahrtreise-Veranstalters FTI Cruises eingestellt und das Kreuzfahrtschiff „Berlin“ verkauft. Die Personalkosten seien durch Stellenstreichungen bereits reduziert worden. Das Management verzichte auf einen Teil des Gehalts. „Mit dem neuen Darlehen und dem von uns ergriffenen Maßnahmenpaket im Rücken konzentrieren wir uns nun mit ganzer Kraft auf die nächsten Monate“, sagte FTI-Group-Geschäftsführer Ralph Schiller. 

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