Wirtschaft

Schmierstoffe 24 Millionen Euro teueres Werk eröffnet / Aktienkurs des Mannheimer Konzerns schwächelt

Fuchs Petrolub stärkt Türkei-Geschäft

Mannheim/Aliaga.Das neue Werk des Mannheimer Konzerns Fuchs Petrolub in Aliaga (türkische Provinz Izmir) läuft. Jährlich sollen 60 000 Tonnen Schmierstoffe hergestellt werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Standort von Opet Fuchs, einem Gemeinschaftsunternehmen von Fuchs Petrolub und Opet Petrolcülük, hat 24 Millionen Euro gekostet.

Nach eigenen Angaben soll Aliaga nun eines der mondernsten Schmierstoffwerke der Türkei sein. „Es ist Teil unserer globalen Wachstumsinitiative, mit der wir in bestehende und neue Anlagen investieren, um unsere Kapazität mithilfe fortschrittlicher Technologien auszubauen“, erklärte Stefan Fuchs, Vorstandschef von Fuchs Petrolub, laut Mitteilung.

Entwicklung von Prototypen

Auf einer Gesamtfläche von 55 000 Quadratmetern werden Motorenöle, Industrieschmierstoffe und Spezialprodukte produziert. In einem Labor werden Prototypen entwickelt und getestet. Bei Opet Fuchs sind rund 200 Mitarbeiter beschäftigt.

Das erste Halbjahr lief für den Konzern ernüchternd. Der Autosektor, wichtiger Kunde von Fuchs Petrolub, schwächelt seit Monaten. Gründe dafür sind weltweite Handelskonflikte und Unsicherheiten durch den geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU. Das Unternehmen steuert mit Kostensenkungen gegen, ein geplanter Jobaufbau fällt flach. Die Jahresprognose wurde nach unten korrigiert. Trotzdem soll weiter investiert werden.

Vor einem Jahr lag der Aktienkurs von Fuchs Petrolub noch bei mehr als 46 Euro, mittlerweile bewegt er sich um die Marke von 30 Euro.

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