Wirtschaft

Volksbanken Weinheim und Kurpfalz machen Tempo

Fusion soll noch dieses Jahr kommen

Weinheim/Heidelberg.Die Volksbanken Weinheim und Kurpfalz wollen noch in diesem Jahr fusionieren. Das erklärten die Vorstände und Aufsichtsratsvorsitzenden am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Hirschberger Ortsteil Leutershausen. Der Ort hatte Symbolkraft, markiert er doch die bisherige Grenze zwischen den Geschäftsgebieten der beiden Kreditinstitute. „Es ist eine Chancen- und keine Kostenfusion“, waren sich die Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Scheffler (Weinheim) und Bernhard Müller (Kurpfalz) einig. Zwei gesunde Banken würden sich „auf Augenhöhe“ zusammentun, um die Zukunft gemeinsam erfolgreich zu bestreiten.

3,1 Milliarden Euro Bilanzsumme

Damit setzt sich der Trend zu größeren Einheiten in der Bankenbranche fort, der mit der anhaltenden Niedrigzinsphase, zunehmenden regulatorischen Auflagen und der fortschreitenden Digitalisierung begründet wird. Juristisch wird die Volksbank Kurpfalz mit Sitz in Heidelberg die Volksbank Weinheim übernehmen. Dies soll rückwirkend zum 1. Januar 2020 erfolgen – die Zustimmung der beiden Vertreterversammlungen im Mai und die erfolgreiche technische Umsetzung im September vorausgesetzt. Sprecher des vierköpfigen Vorstands soll Carsten Müller (Weinheim) werden, Vorsitzender des Aufsichtsrates Bernhard Müller (Kurpfalz).

Addiert man das vorläufige Ergebnis beider Banken für das Jahr 2019, so käme die neue Volksbank Kurpfalz auf eine Bilanzsumme von 3,1 Milliarden Euro und würde damit in der Metropolregion zur drittgrößten Genossenschaftsbank aufsteigen; hinter der Mannheimer VR Bank Rhein-Neckar (2018: 4,2 Milliarden Euro Bilanzsumme) und der Speyerer Volksbank Kur- und Rheinpfalz (2018: 3,7 Milliarden Euro). pro