Wirtschaft

GE will rund 1600 Jobs streichen - auch Mannheim betroffen

Mannheim.Bei General Electric (GE) sind bundesweit rund 1600 Jobs in Gefahr. Das teilte der Konzern am Donnerstagmorgen mit. Auch Mannheim gehört zu den betroffenen Standorten, an denen Arbeitsplätze abgebaut werden sollen.  Zahlen nannte GE zunächst nicht. Zuerst soll mit Arbeitnehmervertretern gesprochen werden. Am Donnerstagmorgen wurden die Mitarbeiter auf einer Betriebsversammlung in Mannheim informiert.

GE richtet sein Energiegeschäft neu aus. Der Chef von GE Power, Alf Henryk Wulf, sagte, der Abbau solle so "sozialverträglich wie möglich" gestaltet werden. Eine französische Zeitung hatte am Mittwoch gemeldet, bundesweit würden bis zu 1050 Stellen abgebaut.

GE beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben an mehr als 50 Standorten rund 10 000 Mitarbeiter. Der Mischkonzern hatte Anfang 2016 bereits das Streichen tausender Arbeitsplätze in Europa angekündigt, in Deutschland war vor allem Mannheim betroffen. Die Turbinenfabrik macht zum Jahresende dicht, rund 1000 Jobs gehen verloren. Es gibt einen Interessenausgleich mit Sozialplan. Die verbliebenen 700 Beschäftigten arbeiten vor allem im Service.

Der amerikanische Industrie-Riese ist auch wegen hausgemachter Probleme unter Druck und versucht, mit einem Konzernumbau die Wende zu schaffen. So machte sich GE mit dem Kauf der Energiesparte von Alstom noch abhängiger vom schwankenden Öl- und Gasgeschäft. (jung/mik/dpa)

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