Wirtschaft

Bahn-Berateraffäre

Gewerkschaft sieht Klärungsbedarf

Archivartikel

Berlin.Die Affäre um fragwürdige Beraterverträge für Ex-Manager der Deutschen Bahn ist aus Sicht der Lokführergewerkschaft GDL noch nicht ausreichend aufgeklärt. „Tatsächlich wurde bisher nur die Spitze des Eisberges untersucht“, kritisierte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Donnerstag. „Dieser Sumpf muss trockengelegt werden.“ Nach Darstellung von Gewerkschaftschef Claus Weselsky werden auch in Tochterunternehmen Kontrollgremien systematisch umgangen. Details will Weselsky an diesem Freitag bekanntgeben.

Der Bahn-Aufsichtsrat hatte im September einen Schlussstrich unter die Praxis gezogen, Beraterverträge mit früheren Managern oder Spitzenpolitikern zu schließen. Im Fall eines früheren Vorstands einer Tochtergesellschaft sprach das Gremium von Bereicherung und kündigte an, 350 000 Euro von dem Manager zurückfordern. dpa

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