Wirtschaft

SRH Heidelberger Konzern geht auf Umsatzmilliarde zu

Gewinn sinkt im Jubiläumsjahr

Heidelberg.Im Jubiläumsjahr 2016 ist der Umsatz des Heidelberger SRH-Konzerns zwar erstmals über 900 Millionen Euro gestiegen. Und wenn weitere Akquisitionen kommen und das organische Wachstum anhält, dann ist die Umsatzmilliarde für den Betreiber von Krankenhäusern, Hochschulen und Schulen bald in Sicht. "Wir können dieses Ziel erreichen, streben aber kein Wachstum um jeden Preis an", sagte eine Unternehmenssprecherin. Im Jahr 2020 könnte es mit der Umsatzmilliarde so weit sein.

Allerdings schrumpfte der Jahresüberschuss im Jahr des 50. Geburtstags um 7,9 Millionen Euro auf 47,3 Millionen Euro. Als Gründe nannte die Sprecherin den Zukauf der EBS (früher European Business School) für 3,6 Millionen Euro und der Wegfall eines Einmaleffekts aus dem Jahr zuvor. 2015 hatte SRH von der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder 6,0 Millionen Euro zuviel gezahlte Beiträge zurückerhalten. Die seit einigen Jahren schrumpfende Umsatzrendite erklärte die Sprecherin mit Zukäufen, darunter drei Kliniken in Sigmaringen, ein Krankenhaus in Thüringen und die EBS-Übernahme.

Investitionen in Kliniken

"Als gemeinnütziges Stiftungsunternehmen reinvestieren wir unseren Gewinn, um unsere Angebote weiter zu entwickeln", sagte SRH-Vorstandsvorsitzender Christof Hettich. Durch die Übernahme der EBS Universität ermögliche man Bildungskunden neue Perspektiven von Bachelorabschluss bis zur Habilitation. Daneben sei die Gesundheitswirtschaft ein attraktiver Wachstumsmarkt. Die SRH investiere in den nächsten Jahren rund 250 Millionen Euro in die Modernisierung ihrer Klinikstandorte. Im Landkreis Sigmaringen, in Karlsbad-Langensteinbach und in Nersheim entstehen Neubauten.

An den Standorten der Metropolregion Rhein-Neckar (Heidelberg, Neckargemünd, Wiesloch) wuchs die Zahl der Mitarbeiter aufgrund des erweiterten Angebots um acht Prozent auf 5105.